GESCHICHTE DER KNECHT & MÜLLER AG

100 Jahre Schweizer Brillengläser

1913

erwirbt Hermann Knecht aus der Konkursmasse einer Uhrenschalenfabrik die Räumlichkeiten in Stein am Rhein, an der Mühlenstrasse, und gründet 1914 die Hermann-Knecht-Optik.

1922

übergibt Hermann Knecht die Firma seinem Sohn, Arnold Knecht. Arnold Knecht befasst sich hauptsächlich mit der Brillenoptik, dem Handel von optischen Instrumenten und Artikeln. Unter Arnold Knecht entwickelt sich die Firma zu einer der bedeutendsten Optikfirmen in der Schweiz.

1938

beginnt sein Sohn Gerhard Knecht, die Lehre als Augenoptiker in der Arnold-Knecht-Optik (AKOS). Er ist es auch, der gleich nach dem Ende des Krieges geschäftliche Kontakte in den USA, England und Frankreich knüpft.

1956

schafft die Arnold-Knecht-Optik als erste Optikfirma in der Schweiz eine Hochvakuumanlage für Farbbedampfungen an. Dank des technischen Fortschrittes und den auf dem Markt gefragten Produkten, wächst die Firma stetig und demzufolge müssen die Räumlichkeiten angepasst und vergrössert werden. So wird 1959 ein Fabrikneubau erstellt.

1966

übernimmt Gerhard Knecht das Geschäft von seinem Vater. Die Knecht-Optik zählt zu jener Zeit 60 Angestellte.

Seit 1980

ist die Knecht Optik Hoya-Agent und vertritt somit exklusiv die Hoya-Produkte in der Schweiz.

 1986

übernimmt Peter Müller-Knecht als Vertreter der 4. Generation die Firma.

Seit 1993

Einführung einer Ökobilanz: Es ist erklärtes Ziel der Knecht & Müller AG, nicht nur qualitativ hochwertige, sondern auch klimaneutrale Produkte anzubieten.

1994

beteiligt sich die Firma an einem KTI Forschungsprojekt „Nanotechnologie“.

1995

wird ein Neubau mit einem innovativen Energiesystem erstellt.

1997

erfolgt die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.

2005

bietet die Firma zum ersten Male ein individuelles Gleitsichtglas an.

2006

seit diesem Jahr produziert die Knecht & Müller AG 100% klimaneutral.

2007

wird mit der Firma Hoya Vision Care ein Know-How Transfer vereinbart.

Auszeichnung der Knecht & Müller AG durch die Schweizerische Vereinigung für ökologisch bewusste Unternehmensführung (ÖBU) mit dem ÖBU Preis für den besten Nachhaltigkeitsbericht in der Kategorie KMU. Knecht & Müller schafft es, mit dem Einsatz erneuerbarer Energien, der Steigerung der Energieeffizienz und dem finanziellen Engagement für Klimaschutzprojekte klimaneutral zu produzieren.

2008

Umbau des Altbaus mit optimierten Wärmedämmmassnahmen nach heutigen Energiestandards.

Aufnahme der Produktion der HOYALUX iD LifeStyle Individualgleitsichtgläser in Stein am Rhein. Als einziger nicht zu HOYA gehörender Vertriebspartner weltweit bekommt Knecht & Müller die Freigabe für eine selbständige Produktion.

2009

Auszeichnung der Knecht & Müller AG mit dem Innovationspreis 2009 der Schaffhauser Platzbanken. Knecht & Müller erhält den Preis für die nachhaltige Unternehmensentwicklung.

Im November wird die Knecht & Müller AG zum wiederholten Mal mit dem ÖBU Preis für den besten Nachhaltigkeitsbericht in der Kategorie KMU ausgezeichnet.

2010

investiert die Firma in eine neue Entspiegelungsanlage, um die Super Hi-Vision-Beschichtung von HOYA in Stein am Rhein selbst herstellen zu können.

Anschluss an die Holzschnitzelheizung Stein am Rhein und Einführung einer neuen Wärmepumpe mit einem sogenannten Freecooling System. Dadurch Einsparung von ca. 10% des Gesamtstrombedarfs.

2011

Im Sommer 2011 ergänzt die Knecht & Müller AG ihre eigene Produktlinie und bringt das Privilege Indiviual-Gleitsichtglas auf den Schweizer Markt. Ein Individualglas, das in Stein am Rhein gefertigt wird und speziell für Sport-Gleitsichtbrillen mit hohen Kurven und grossen Durchmessern einsetzbar ist.

Im November wird die Knecht & Müller AG zum 4. Mal mit dem ÖBU Preis für den besten Nachhaltigkeitsbericht in der Kategorie KMU ausgezeichnet.

2012

Im Mai 2012 übernimmt die Knecht & Müller AG rückwirkend per 1.1.2012 100% der Geschäftsanteile der VON HOFF AG. VON HOFF AG vertritt in der Schweiz namhafte Fassungslabels, ist Generalvertreter der Firma Nidek und beliefert Augenoptiker und Augenärzte in der Schweiz mit Geräten zur Augenprüfung. Beide Unternehmen werden in der bisherigen Form weitergeführt.

2013

Im Rahmen der langfristigen Nachfolgeplanung des Unternehmens, scheidet der bisherige Geschäftsführer Thomas Fischer aus dem Unternehmen aus. Die finanzielle und operative Kontrolle liegt wieder zu 100% in den Händen der Familie Müller-Knecht. Die operative Leitung wird durch den Inhaber Peter Müller-Knecht, mit Unterstützung seiner Kinder, Niels Müller und Christina Müller, wahrgenommen. Christina Müller und Niels Müller behalten ihre bisherigen Funktionen als Leiterin Marketing bzw. Projektleiter Technik/Produktion und sind zusätzlich Mitglieder der Geschäftsleitung. Seit Herbst 2013 verstärkt Igor Merhar als Vertriebsleiter die Geschäftsleitung.

2014

In diesem Jahr feiert die Knecht & Müller AG ihr 100-jähriges Bestehen. Mit einer Jubiläumsfeier (Bilder Kundenevent) in Zürich wurden mit den besten Kunden 100 Jahre Qualität, Präzision und Innovation bei der Herstellung von Brillengläsern in einem würdigen Rahmen zelebriert.

2015

Nach mehr als 100 Jahren in den Händen der Familie Müller-Knecht hat sich Dr. Peter Müller gemeinsam mit seiner Familie entschieden, das traditionsreiche Unternehmen an den langjährigen Partner, die Hoya Corporation, zu verkaufen. Knecht & Müller AG schliesst sich dem Weltkonzern HOYA an, um auch in Zukunft erfolgreich am Schweizer Markt zu agieren.

Diashow 100 Jahre Knecht & Müller AG

Aktuell zählt die Knecht & Müller AG mit einer Jahresproduktion von rund 200’000 Brillengläsern zu den führenden Brillenglasherstellern in der Schweiz und mit 40 Mitarbeitenden zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region. Die Firma ist das letzte verbleibende Familienunternehmen, das in der Schweiz hochwertige Brillengläser herstellt.

→ Firmenrundgang